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Gebäudesanierung und Solaranlagen

In vielen Fällen lohnt es sich, zunächst etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen, um die Sportstätte klimafreundlicher zu gestalten. Unterm Strich rechnet sich eine Umbaumaßnahme aber langfristig auch finanziell.

Dazu kann es sinnvoll sein, eine Begehung bzw. einen Check mit den Verantwortlichen durchzuführen und die Anlage auf Schwachstellen abzuklopfen. Hier ein paar Ideen, hinsichtlich verschiedener Bereiche:


Wasser sparen, heißt Energie sparen

Es ist immer  lohnenswert, Energieeffizienz und den Wasserverbrauch im Blick zu haben. Wassersparende Armaturen ( z.B. Einhand-Mischbatterie, Sensortechnik oder Durchflussbegrenzer) sind hier von Nutzen. Auch entsprechende WC-Spülungen, wie der Spül/Stopp-Taste, sind hilfreich.  Das Nutzen von Regen- oder Brauchwasser, gerade für WC-Spülungen oder der Grünflächen- und Reitplatzbewässerung, kann eine Möglichkeit sein.

Dazu gibt es spezielle Tanks, die das Abwasser bzw. das Regenwasser auffangen und ggf. aufbereiten. So kann nicht nur das Trinkwasser, sondern auch das Abwasser reduziert werden. Bei kleineren Vorhaben kann man sich beim hiesigen Gas-Wasser- Installateur beraten lassen.

Solarthermische Anlagen können herkömmliche Heizanlagen im Winter prima ergänzen. Im Sommer kann diese sogar meistens alleine für die benötigte Heizenergie auch im Sanitärbereich sorgen. Ob sich eine solche Anlage für eure Reitanlage lohnt, kann man sich anhand von Verbrauchsdaten errechnen lassen.


Die Kraft der Sonne nutzen

Die Sonne kann hier auf vielfältige Weise dienlich sein. Neben Solarthermischen Anlagen, können Solaranlagen Heizkosten abdecken oder bei der Nutzung von Fotovoltaik-Anlagen Strom erzeugen, welchen man ins Stromnetz einspeisen kann. Reithallen und Pferdeställe eignen sich häufig, aufgrund der großzügig gestalteten Dachflächen, für ein solches Vorhaben. Die Ausrichtung nach Süden, (ggf. Südost/Südwest) ist bei Schrägdächern zu beachten. Schattenwurf durch Bäume oder anderen Gebäuden ist hier hinderlich. Nachdem schließlich noch die Statik geprüft ist, steht dem Vorhaben nichts mehr im Weg.

Wer die Investitionssumme scheut, kann eine andere Möglichkeit nutzen. Du kannst auch Dachflächen an einen entsprechenden Vertreiber verpachten, verschiedenste Verträge sind hier denkbar, z.B. eine Beteiligung des entsprechenden Gewinns durch die Anlage.


Energie sparen und  gute Voraussetzungen schaffen

  • Stromanbieter checken

Ohne Strom geht’s nicht, auch nicht im Pferdesport. Ökostrom, wer hätte es gedacht, ist hier natürlich die bessereAlternative. Gewonnen aus erbeuerbaren Energien,( z.B. Windkraft, Sonnenenergie etc.), leistet der Ökostrom eine Beitrag für eine klimaneutralere Umwelt.


  •  Dämmung prüfen

Darüber hinaus sollte Energie richtig gnutzt werden. Gerade ältere Sportstätten verlieren viel Wärme durch schlechte Isolierung. Hier heißt es: Dämmen! Man glaubt es kaum, aber durch diese Maßnahme lassen sich unter Umständen bis zu 50 % der Heizkosten senken. „Eine einfache Faustregel hilft zu ermitteln, ob die Dämmumg der Sportstätte nötig und sinnvoll ist: Pro beheiztem m³ sollte der Verbrauch unter 15 l Öl bzw. 15m³ Gas liegen.“( Quelle: DOSB )Achtet bei Isolierarbeiten auf die rechtlichen Vorgaben der Energieeinsparverordnung von Okt.2009. Vorher sollte man sich über geeignetes Dämmmaterial informieren lassen.

   

  • Weitere Schwachstellen aufdecken

Eine gute Isolierung benötigen auch Glasflächen, wie zum Beispiel Fenster. Einzelverglasung, oder sogar einfache Doppelverglasung reicht häufig nicht aus. Besonders die in den 60er und 70er Jahren modernen verbauten Glasbausteinfassaden sind katastrophal in Bezug auf ihre Wärmedämmwerte. Hier ist Nachbesserung dringend empfohlen. Sollten hier die Mittel für ein umfangreiches Konzept (noch) nicht aufgebracht werden können, kann man Türen und Fenster zunächst in Eigenregie abdichten. Hierzu berät der Landessportbund.

 

  • Sanierungswütig? Was nun?

Die Zeiten waren nie besser! Im Zuge des Klimapaketes der Bundesregierung sind die Hürden für ein solches Vorhaben niedrig. Das ganze Jahr über können Fördermittel im Rahmen der Kommunalrichtlinie beantragt werden. Beraten lassen kann man sich dazu beim Service- und Kompetenzzentrum Kommunaler Klimaschutz am Deutschen Institut für Urbanistik.

Tel.: 030/ 39001-170/ Email: skkk@klimaschutz.de

Förderung in der Tasche?

Dann fehlt noch die richtige Beratung zum Vorhaben. Sollten größere, vorgeschlagene Maßnahmen in Frage kommen, gibt es die Möglichkeit für den/die Sportstättenbetreiber/in, sich mit den Öko-Check Berater*innen des jeweiligen Landessportbundes in Verbindung zu setzen. Dies empfiehlt sich in jeden Falle, da größere Maßnahmen kostspielig sind und für verschiedene Sportstätten ggf. unterschiedliche Umsetzungen sinnvoll sind.

(Vgl. Quelle: Deutscher Olympischer Sportbund)